Inhaltsverzeichnis
Gemeinsam unsere Gemeinde gestalten
Unsere Gemeinde – lebenswert heute und morgen
Moormerland ist geprägt von Wasser, Moor, Natur und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Diese Landschaft ist unsere Heimat und unsere Verantwortung. Wir wollen sie bewahren und gleichzeitig zukunftsfähig gestalten – ökologisch, sozial und wirtschaftlich.
Wir stehen für eine Politik, die den Menschen zuhört, Verantwortung übernimmt und Entscheidungen mit Blick auf kommende Generationen trifft. Gemeinsam wollen wir eine Gemeinde gestalten, die lebenswert, nachhaltig und gerecht ist.
Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür
Die Folgen des Klimawandels sind längst auch bei uns spürbar. Starkregen, Hochwasser
und immer heißere Sommer stellen unsere Gemeinde vor neue Herausforderungen.
Deshalb setzen wir uns für einen wirksamen Hochwasser- und Starkregenschutz sowie
eine klimaangepasste Ortsentwicklung ein.
Ein besonderes Augenmerk legen wir auf den Hitzeschutz. Extreme Hitze ist längst ein Gesundheitsrisiko – insbesondere für ältere Menschen, Kinder, Schwangere, Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit Vorerkrankungen.
Wir brauchen schnelle und wirksame Sofortmaßnahmen: mehr Bäume und schattenspendendes Grün, öffentliche Trinkwasserstellen, ausreichend Sitzgelegenheiten im Schatten sowie kühle Aufenthaltsorte in unseren Dörfern. Auch öffentliche Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen und Begegnungsstätten müssen auf zunehmende Hitze vorbereitet werden.
Langfristig setzen wir auf eine klimaangepasste Ortsentwicklung mit entsiegelten Flächen,
mehr Begrünung und einer nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung. So verbessern wir
nicht nur den Hitzeschutz, sondern steigern gleichzeitig die Lebensqualität in unserer
Gemeinde.
Ein besonderes Anliegen ist uns der Schutz unseres Moores. Moore speichern große Mengen Kohlendioxid, bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und prägen die Landschaft des Fehngebiets. Ihr Erhalt und – wo möglich – ihre Wiedervernässung sind aktiver Klima-, Natur- und Hochwasserschutz zugleich.
Klima- und Naturschutz sind für uns keine kurzfristigen Projekte, sondern dauerhafte Aufgaben der kommunalen Politik. Deshalb wollen wir bestehende Maßnahmen konsequent weiterentwickeln, neue Projekte zur Förderung der biologischen Vielfalt und zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen unterstützen sowie Fördermöglichkeiten von Land, Bund und Europäischer Union gezielt nutzen. Unser Ziel ist eine Gemeinde, die ihre einzigartige Natur bewahrt, ihre Verantwortung für den Klimaschutz wahrnimmt und auch kommenden Generationen eine lebenswerte Zukunft bietet.
Energie von hier – für unsere Zukunft
Die Energiewende bietet unserer Region große Chancen. Wir setzen uns für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien ein – mit dem Ziel, dass die Wertschöpfung in unserer Gemeinde bleibt und die Bürger*innen davon profitieren.
Energie von hier bedeutet für uns:
– Ausbau erneuerbarer Energien.
– Stärkung regionaler Unternehmen und des Handwerks.
– Mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.
Gleichzeitig lehnen wir die Gasförderung vor Borkum sowie die Speicherung von Kohlendioxid unter dem Meeresboden oder unterirdisch im Kreisgebiet entschieden ab. Die von den Niederlanden in unserer Region geplanten Atomkraftwerke lehnen wir ab und werden wir mit allen Mitteln versuchen zu verhindern. Atomkraft war gestern und bleibt eine Gefahr- jetzt und in der Zukunft!
Familien stärken – Kindern beste Chancen geben
Familien brauchen verlässliche Unterstützung. Deshalb setzen wir uns für ausreichend
Kita- und Krippenplätze, bedarfsgerechte Betreuungszeiten und gut ausgestattete Bildungseinrichtungen ein.
Ebenso wichtig ist eine verlässliche Betreuung im Alltag. Personalausfälle dürfen nicht dazu führen, dass Betreuungsangebote regelmäßig eingeschränkt werden oder ganz ausfallen. Viele Eltern sind auf eine zuverlässige Kinderbetreuung angewiesen, um ihrer Berufstätigkeit nachgehen und ihre finanzielle Existenz sichern zu können. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Betreuung in Kitas und Krippen so aufzustellen, dass auch bei personellen Engpässen tragfähige Lösungen gefunden werden können und die Betreuung möglichst verlässlich gewährleistet bleibt.
Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung entstehen neue Herausforderungen für unsere Grundschulen. Kinder verbringen künftig bis zu acht Stunden am Tag in der Schule. Deshalb müssen Schulen nicht nur ausreichend Platz bieten, sondern auch kindgerecht gestaltet sein. Neben modernen Lernräumen braucht es Rückzugs- und Ruheräume, Bewegungsangebote, attraktive Außenbereiche und eine Ausstattung, die den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird. Gute Ganztagsbetreuung bedeutet mehr als Unterricht – sie braucht Raum zum Lernen, Spielen und Erholen.
Kinder sollen sicher aufwachsen können – mit attraktiven Spielplätzen, sicheren Schulwegen und vielfältigen Freizeitangeboten.
Jugendliche ernst nehmen
Junge Menschen brauchen mehr als Schule und Sportverein. Sie brauchen Orte, an
denen sie sich treffen, austauschen und ihre Freizeit selbst gestalten können.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, in jedem Ort unserer Gemeinde Jugendplätze zu
schaffen. Diese sollen als Treffpunkte dienen, die ohne Konsumzwang genutzt werden
können und Raum für Begegnung, Bewegung und eigene Aktivitäten bieten.
Ergänzend dazu setzen wir uns für Jugendtreffpunkte sowie attraktive Sport- und
Freizeitflächen ein. Jugendliche sollen außerdem stärker an kommunalen Entscheidungen
beteiligt werden und ihre Gemeinde aktiv mitgestalten können.
Gemeinsam statt einsam
Eine lebendige Gemeinde lebt vom Miteinander. Einsamkeit betrifft heute viele ältere
Menschen ebenso wie Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, Alleinerziehende sowie
kranke Menschen, die in ihrem Alltag eingeschränkt sind.
Wir möchten generationenübergreifende Begegnungen fördern – beispielsweise durch
Mittagstische, Begegnungscafés in den Ortschaften, gemeinsame Veranstaltungen oder
Nachbarschaftsprojekte. Orte der Begegnung stärken den Zusammenhalt und machen
unsere Gemeinde lebenswerter.
Dabei möchten wir die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen in unserer Gemeinde stärker in den Blick nehmen. Ältere Menschen sollen wohnortnahe Begegnungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote finden. Menschen mit Behinderungen und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen brauchen barrierefreie Orte und Angebote, die eine selbstverständliche Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Alleinerziehende möchten wir durch Möglichkeiten zur Vernetzung, zum gegenseitigen Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung stärken – beispielsweise durch ein kommunales Netzwerk für Alleinerziehende und familienfreundliche Begegnungsangebote.
Dabei ist uns wichtig, dass Angebote und Begegnungsräume für alle Menschen zugänglich sind – unabhängig von körperlichen, gesundheitlichen oder sozialen Einschränkungen. Teilhabe darf nicht an Barrieren scheitern, weder sozial noch baulich. Denn eine starke Gemeinschaft lebt davon, dass niemand ausgeschlossen wird und alle Menschen die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Öffentliche Räume für Menschen
Unsere Dörfer sollen Orte der Begegnung sein. Deshalb setzen wir uns dafür ein, den
öffentlichen Raum als gemeinschaftlichen Lebensraum zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Wir möchten unsere Ortskerne, Plätze, Grünanlagen und Freiflächen so gestalten, dass sie zum Verweilen, Spielen, Bewegen und Begegnen einladen. Öffentliche Räume gehören allen Bürger*innen. Sie sollen nicht in erster Linie Orte des Konsums sein, sondern Orte des Austauschs, der Gespräche, des gemeinsamen Erlebens und der Bewegung.
Dazu gehören ausreichend Sitzgelegenheiten, Schatten und Begrünung, Spiel- und Bewegungsangebote sowie barrierefreie Treffpunkte für Menschen jeden Alters. So schaffen wir Räume, in denen Nachbarschaften wachsen, Generationen miteinander ins Gespräch kommen und Gemeinschaft selbstverständlich gelebt wird.
Eine lebenswerte Gemeinde entsteht dort, wo Menschen sich begegnen können – ohne Eintritt, ohne Konsumzwang und ohne Hürden. Denn Zusammenhalt braucht Orte.
Vereine und Ehrenamt stärken
Unsere Feuerwehren, Vereine und Dorfgemeinschaften sind das Herz unserer Gemeinde.
Sie leisten Tag für Tag unverzichtbare Arbeit für Sicherheit, Zusammenhalt und ein lebendiges Miteinander.
Wir setzen uns für gute Rahmenbedingungen, moderne Ausstattung und eine verlässliche Unterstützung des Ehrenamtes ein. Wer sich für die Gemeinschaft engagiert, verdient
Rückhalt aus der Kommunalpolitik.
Mobilität für alle
Mobilität bedeutet Teilhabe. Deshalb wollen wir den öffentlichen Nahverkehr deutlich
verbessern.
Wir setzen uns für eine bessere Anbindung unserer Ortsteile sowie für zuverlässige Verbindungen auch am Abend und an Wochenenden ein. Die Einführung eines Ringbusses oder Bürgerbusses kann insbesondere älteren Menschen, Jugendlichen und allen ohne eigenes Auto mehr Selbstständigkeit ermöglichen.
Dabei ist es uns besonders wichtig, dass der Haltepunkt Neermoor zuverlässig mit allen Ortschaften unserer Gemeinde verbunden wird. Nur wenn die Busverbindungen zwischen den Ortsteilen und dem Haltepunkt gut abgestimmt und regelmäßig getaktet sind, wird der öffentliche Nahverkehr wirklich alltagstauglich und attraktiv.
Ebenso wichtig sind sichere Rad- und Fußwege sowie eine bessere Vernetzung aller Verkehrsmittel. Mobilität muss bezahlbar, klimafreundlich und für alle zugänglich sein.
Bezahlbar wohnen und nachhaltig bauen
Wir setzen uns für bezahlbaren Wohnraum für Familien, junge Menschen und Senior*innen ein. Nachhaltiges Bauen, die Nutzung bestehender Flächen und eine kluge Ortsentwicklung helfen dabei, unsere Gemeinde weiterzuentwickeln und gleichzeitig Natur und Landschaft zu bewahren.
Darüber hinaus möchten wir prüfen, wie gemeinsam mit dem Landkreis, Nachbarkommunen oder weiteren geeigneten Partnerinnen eine kommunale oder gemeinwohlorientierte Wohnungsbaugesellschaft aufgebaut werden kann. Unser Ziel ist es, langfristig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu erhalten, damit auch Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen in unserer Gemeinde ein Zuhause finden können.
Als Flächengemeinde mit vielen Dörfern ist es uns wichtig, dass sich die Entwicklung nicht auf einzelne Orte konzentriert. Alle Ortsteile sollen lebendig bleiben und eine gute Grundversorgung bieten. Deshalb setzen wir uns für eine dezentrale Ortsentwicklung ein, bei der Wohnen, Nahversorgung, medizinische Angebote, Kinderbetreuung, Begegnungsorte und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr in allen Ortsteilen mitgedacht werden. So stärken wir die Lebensqualität vor Ort und vermeiden unnötige Wege.
Neue Wohngebiete müssen zukunftsorientiert geplant werden. Wir wollen Siedlungen
schaffen, die mehr sind als reine Wohnquartiere sind. Gemeinschaftsflächen, Spiel- und
Aufenthaltsbereiche, Grünflächen sowie sichere Wege für Fußgänger*innen und Radfahrende sollen von Anfang an mitgedacht werden. Wohngebiete sollen Orte sein, an denen Nachbarschaft entstehen kann und Menschen sich begegnen.
Dabei möchten wir neue Planungsansätze fördern, die generationenübergreifendes Wohnen, gemeinschaftliche Nutzungen und eine klimaangepasste Gestaltung ermöglichen. Dazu gehören eine durchdachte Begrünung, eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung, ausreichend Schatten sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die vorhandene Infrastruktur.
Unser Ziel ist eine Ortsentwicklung, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird –
ökologisch, sozial und zukunftsfähig.
Kultur verbindet
Kultur schafft Identität und Gemeinschaft. Ob Dorffeste, Heimatpflege, Musik, Theater oder
kreative Projekte – wir wollen das kulturelle Leben fördern und Vereine sowie Initiativen unterstützen.
Ein vielfältiges Kulturangebot macht unsere Gemeinde attraktiv und bringt Menschen aller Generationen zusammen. Deshalb setzen wir uns entschieden für den Erhalt und die Fortführung der Förderung des Kulturzentrums Phönix ein, denn uns ist klar: Soziokulturelle Angebote müssen in Moormerland dauerhaft bestehen bleiben.
Gleichberechtigung und Teilhabe
Eine moderne Gemeinde bietet allen Menschen die gleichen Chancen – unabhängig von
Geschlecht, Alter, Herkunft, Behinderung, Religion oder sexueller Identität.
Wir setzen uns für echte Gleichberechtigung und Barrierefreiheit ein. Frauen und Männer
sollen Beruf, Familie und Ehrenamt gleichermaßen miteinander vereinbaren können.
Wir fördern die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen und politischen Leben und stehen für eine offene, vielfältige und demokratische Gemeinde, in der niemand aufgrund persönlicher Merkmale benachteiligt wird
Für eine offene und gerechte Gemeinde
Wir stehen für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander.
Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und in Würde zu leben.
Wir wollen eine Gemeinde, die niemanden zurücklässt und in der Zusammenhalt wichtiger
ist als Ausgrenzung.
Unser Versprechen
Wir treten mit engagierten Frauen und Männern an, die unsere Gemeinde kennen und ihre Zukunft aktiv gestalten wollen.
Wir stehen für ehrliche, sachorientierte und bürgernahe Politik. Wir hören zu, suchen gemeinsam nach Lösungen und treffen Entscheidungen transparent und nachvollziehbar.
Unser Ziel ist eine Gemeinde, die ihre Natur schützt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und Zukunft gestaltet und das mit guter Bildung, lebendigen Dörfern, nachhaltiger Mobilität, starken Vereinen und Energie von hier.