Wie schützt man eine Gemeinde im Katastrophenfall? Pressemitteilung zur Informationsveranstaltung am 4.12.2018

Wie schützt man eine Gemeinde im Katastrophenfall? Die Antwort auf diese Frage kannte am Dienstagabend der Referent der Kreisverwaltung. Thomas Stamm, Leiter des Ordnungsamts, referierte auf Einladung der Moormerländer GRÜNEN vor 25 Besuchern im
Dorfgemeinschaftshaus Boekzetelerfehn. Das Publikum hörte zwei ausführliche Vorträge, an die sich eine rege Diskussion anschloss. Eröffnet hatte den Abend Ernst Berends, Abschnittsleiter Süd der Kreisfeuerwehr. Sein Thema war ein Rückblick auf den emsländischen Moorbrand im Spätsommer.

Chronologisch berichtete der Vertreter der Feuerwehr über den Verlauf des Katastrophenfalls bei Meppen. Berends erläuterte in seinem spannenden Vortrag durchaus kritisch, wie das Feuer letztlich erst durch eine quasi Flutung des riesigen Bundeswehrareals gelöscht werden konnte.

Er beschrieb außerdem die große Hilfsbereitschaft der Menschen. Aus dem Kreis Leer meldeten sich mehr Freiwillige zum Einsatz, als man tatsächlich benötigte. Im Emsland organisierten Anwohner zusätzliche Verköstigungen für die vielen Helfer.

Der Hauptvortrag des zweistündigen Abends widmete sich dem Katastrophenschutz im Landkreis Leer. Thomas Stamm beschrieb die Organisation und Arbeitsweise des 80 Personen zählenden Katastrophenschutzstabs. Im Notfall arbeite man im Schichtbetrieb rund um die Uhr, so Stamm, der seinen Vortrag mit spektakulären Fotos aus dem Kreis Leer angereichert hatte.

Die Gefahr durch Sturmfluten sei den Ostfriesen vertraut. Dass ein mehrtägiger Stromausfall zu einem Katastrophenszenario führen könne, sei dagegen weniger bekannt. Auch auf die besondere Situation Borkums ging Stamm ein. Dort sei man bei einer Sturmkatastrophe auf sich allein gestellt.

Berends und Stamm waren sich einig, dass der Landkreis Leer beim Katastrophenschutz gut aufgestellt sei. Die vielen ehrenamtlich Aktiven seien jedoch keine Selbstverständlichkeit. Das zeige der Blick in andere Regionen Niedersachsens.

Bildnachweis: OV-Moormerland

Stellvertretend für die GRÜNEN bedankten sich Stefan Haseborg (Gemeinderat) und Rainer Kottke (Kreistag) bei den Referenten mit einem kleinen Präsent.

Haseborg und Kottke zogen eine positive Bilanz des Abends: »Wir haben zwei starke Referenten erlebt. Aus dem Publikum heraus gab es ebenfalls sehr fachkundige Einwürfe, u. a. seitens der Moormerländer Feuerwehr bzw. des Vertreters des Deutschen Roten Kreuzes. Der Dürre-Sommer 2018 stand im Zeichen der Diskussion um den Klimawandel. Nach den vielen Großbränden, einer sogar in unserer direkten Nachbarschaft, hätten die Referenten gern etwas mehr Publikum verdient gehabt. Aber das zeigt, dass die Öffentlichkeit sich in Fragen des Katastrophenschutzes gut aufgehoben fühlt. Das ist letztlich auch ein starkes Kompliment an die Verantwortlichen.«

Kontakt/Rückfragen:
Vorstand des Ortsverbands B’90/GRÜNE Moormerland
Norbert Hilbert, Veilchenstr. 34, Moormerland – Veenhusen, hilbert.nor@freenet.de
Christel Röben, Eichenstr. 2, Moormerland – Warsingsfehn, christel.roeben@ewetel.net
Rainer Kottke, Koopmannsweg 16, Moormerland – Jheringsfehn, rainer.kottke@ewetel.net, Tel. 04950-989900 (tags), 04954-8931975 (abends)

 

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